Tallinn
Am Montag Morgen, ganauer am frühen Morgen haben wir uns auf den Weg zur Fähre nach Estland gemacht. Um 8 Uhr bewegte sich das Schiff dann aus dem Hafen heraus auf die Ostsee. Die Fahrt war sehr ruhig, denn die See war glatt und keiner von uns musste sich über die Reeling hängen.
In Tallinn angekommen machten wir uns als erstes auf den Weg zu unserem Hostel, das mitten in der Altstadt lag. So bekamen wir schon mal einen ersten Eindruck von den wirklich sehenswerten, historischen Gebäuden. Nachdem wir unsere Rucksäcke im Hostel gelassen hatten, erkundeten wir die Umgebung rund um den Marktplatz. Dabei haben wir auch gleich ein gemütliches Cafe entdeckt, das noch zu unserem Lieblingscafe in Tallinn werden sollte. Das „Kehrwieder“ ist sehr gemütlich und guten Kaffee und einige Leckereien bekommt man dort auch. Nach einer stärkenden Tasse Kaffee machten wir uns wieder auf den Weg surch die Stadt. Den Abend verbrachten wir dann in einer der zahlreichen Bars Tallinns.
Am nächsten Tag stand gleich nach dem Frühstück etwas Kultur auf unserem Programm und wir schauten uns die Stadtmauer an, von der man auf einigen Aussichtsterassen einen tollen Blick über die Stadt hat. Danach gingen wir in das Museum für estnische Geschichte bis zum 19. Jh. Am Nachmittag setzten wir unseren Geschichtsexkurs fort, und zwar mit einem Besuch im Okkupationsmuseum. Für diesen Abend hatten wir uns etwas Besonderes vorgenommen. Und zwar ein Essen im „Olde Hanse“, dort bekommt man mittelalterliches Essen serviert, es gibt mittelalterliche Musik und die Bedienung trägt stilechte Kleidung. Das Essen war sehr lecker und eine interessante Erfahrung. Sehr schmackhaft war das Bier mit Kräuter und Zimt Geschmack.
Unseren letzten Tag begannen wir mit einem leckeren Frühstück, serviert von einer etwas schlecht gelaunten Kellnerin. Dann machten wir uns auf den Weg zum „Kadriorg“ einem Park in dem sich die Sommerresidenz von Peter dem Großen befindet. Durch den Park gingen wir zum Ufer der Ostsee und dann zu einem weiteren Museum über die estnische Geschichte, diesmal dargestellt mit Hilfe von vielen Dokumenten und Ausstellungsstücken. Ausserdem war dieses Museum das wohl gruseligste das es überhaupt gibt. Auf jeden Fall eine Erfahrung. Nachdem wir uns noch ein imposantes Sovjet Denkmal angeschaut hatten, machten wir uns auf den Rückweg wieder durch den Kadriorg und vorbei an der Residenz des estnischen Präsidenten. Auf dem Weg zur Fähre holten wir unsere Rucksäcke aus dem Hostel, natürlich nachdem wir einen letzten Abschiedskaffee im Kehrwieder getrunken haben. Die Überfahrt nach Helsinki war diesmal von Alkohol kaufwilligen Finnen geprägt, die dann im Hafen Probleme damit hatten entweder sich, ihren gekauften Alkohol oder auch beides vom Schiff an Land zu bekommen.
Nägemist!